Aufbau der Plattform
Die Plattform Räumliche Energieplanung (PREP) ist eine öffentlich-öffentliche Kooperation zwischen acht österreichischen Bundesländern, dem Klima- und Energiefonds und dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET). Ziel ist der Aufbau eines bundesweit vergleichbaren Datenbestandes, der als zentrale Planungs- und Informationsgrundlage für die Energiewende dient.
Die Ausgangslage
Ausgangspunkt ist die in den Vorprojekten Green Energy Lab – Spatial Energy Planning (GEL SEP) I & II entwickelte Methodik zum Aufbau von Energieinformationssystemen. Diese wurde in den Bundesländern Wien, Steiermark und Salzburg erarbeitet und erfolgreich erprobt. Dort gewonnene Erfahrungen werden im Zuge des Projekts an alle teilnehmenden Bundesländer weitergegeben. Die PREP ist auf drei Jahre ausgerichtet.
Im ersten Projektjahr werden die notwendigen Datengrundlagen erhoben sowie die Datenarchitektur und Anwendungsfälle definiert. Parallel dazu wird ein sogenanntes Gebäudemodell erarbeitet. Dieses enthält in erster Linie gebäudescharfe – also standortgenaue – Informationen zu Heizungsart, Wärmebedarf und Energieträgern. Somit steht in der ersten Projektphase der Wärmesektor im Fokus.
Über das Projektende hinaus sollen zwischen allen Ländern kompatible, zugleich aber an regionale Bedürfnisse angepasste Energieinformationssysteme aufgebaut und in die jeweiligen Landes-GIS integriert werden.
Räumliche Energieplanung als Wegbereiter der Dekarbonisierung
Die daraus entstehenden Anwendungsmöglichkeiten unterstützen Bund, Länder und Gemeinden bei deren Berichtspflichten, Energieraumplanung und Infrastrukturentwicklung. Das langfristige Ziel der Bundesländer ist das Erstellen umfassender Energieatlanten, die auch weiterführende Themen wie Netzinfrastruktur, Stromversorgung und Mobilität abbilden sollen.
Diese abgestimmte Vorgehensweise erleichtert die Datenerhebung, ermöglicht ein kontinuierliches Monitoring und schafft eine fundierte Entscheidungsbasis für Investitionen und strategische Maßnahmen im Energiesektor. Die Effizienzsteigerung in der Planung soll zudem die Dekarbonisierung des Energiesektors weiter beschleunigen.